Beauty Comes With Dark Thoughts

Eine Nacht am Strand



Ich wache auf. Mitten in der Nacht…kann nicht mehr schlafen. Ich bleibe noch einen Moment liegen, starre an die Decke. Dann stehe ich auf, gehe zum Fenster und blicke hinaus, beobachte den Mond…es ist Vollmond. Vor meinem Fenster erstreckt sich der Strand. Doch was ist das? Eine Gestalt am Strand. Um diese Zeit? Ich werfe mir meinen Mantel über und gehe hinaus. Am Strand angekommen, blicke ich mich um und finde die Person, zusammen gekauert und hinter ihren Flügeln versteckt. Ein Engel? Solch ein Wesen habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Langsam nähere ich mich ihr, vorsichtig knie ich mich neben sie. Sie blickt auf…ängstlich weicht sie ein paar Schritte zurück. Den Blick weiter auf mich gerichtet…ängstlich. „Ich tue dir nichts…“ sage ich leise…meine Stimme sanft. „Was machst du hier?“ frage ich. Sie antwortet mit zitternder Stimme „Ich…ich suche eine neue Heimat…“ Ich sehe sie fragend an. Sie sagt nichts…zittert. „Ist dir kalt?“ Sie nickt. Ich lege ihr vorsichtig meinen Mantel um. Sie erschrickt, doch nimmt sie ihn dankend an…ihr Blick, traurig. „Möchtest du darüber reden?“ Sie überlegt einen Moment und nickt leicht, beginnt dann zu erzählen „Ich wurde verstoßen, weil ich nicht mehr rein bin…Mir wurde die Reinheit eines Engels genommen…“ Sie seufzt leise. Ich höre ihr zu…frage nichts…lasse sie erzählen…Sie fährt nach einer kurzen Zeit fort. „Ich lebte einst über den Wolken…glücklich…stolz. Ich sollte einen Auftrag auf Erden erfüllen…Er vertraute mir so sehr, dass er mich auf die Erde sandte.“ Sie wendet ihren Blick aufs Wasser, erzählt dann weiter. Ich höre still zu…beobachte sie „Ich erledigte den Auftrag, doch war ich zu erschöpft um gleich wieder nach Hause zu reisen. So blieb ich noch eine Nacht auf Erden…mein größter Fehler…Denn in dieser Nacht wurde ich überfallen…von Vampiren…“ Ich erschrak bei ihren Worten. Ich selber war ein Vampir, doch wusste ich bis heute nicht, zu was meine Rasse fähig ist. Ihr rollen ein paar einzelne Tränen über die Wangen, doch fährt sie fort, leise seufzend „Doch anstatt mich zu foltern…oder gar zu töten…machten sie mich zu dem was ich nun bin…einem Mischling…halb Engel…halb Vampir.“ Einen Moment stockt sie, ehe sie noch hinzufügt „So kann ich nicht heim…wurde verstoßen…“ Ich nehme sie vorsichtig in meine Arme…sie wehrt sich nicht. Sie weint sich aus…dann blickt sie mich an. Ich streiche ihr die Tränen aus dem Gesicht. Leise meint sie „Ihr seid so nett…so freundlich, warm…für einen Vampir.“ Ich lächel’ sie an und meine leise „Und du bist wunderschön.“ Ihr Gesicht errötet leicht und blickt mich verlegen an. „Wenn du möchtest, kannst du bei mir bleiben…so lange du möchtest…“ sage ich ihr leise. Sie nickt „Gerne…danke…“ Ich erhebe mich und biete ihr meinen Arm an. Sie steht auf und hakt sich ein. Ich gehe mit ihr heim. Dort angekommen nehme ich ihr vorsichtig den Mantel ab. Sie lächelt zum ersten Mal, ich erwidere es und gehe zu meinem Schrank, ziehe ein Nachthemd heraus…eines der wenigen Überbleibsel meiner letzten Freundin und gebe es ihr. Sie nimmt es und zieht es sich an. Ich drehe mich derweil um…ich selber trage noch mein Nachtgewand. Als sie sich umgezogen hat, biete ich ihr mein Bett ab. Sie legt sich dankend hinein und fragt leise „Und wo schläfst du?“ Ich antworte „Entweder auf dem Boden…oder auf dem Sofa…“ „Würdest du bei mir bleiben? Ich will nicht alleine sein.“ Ich überlege einen Moment und meine „Wenn du es möchtest…gerne.“ Sie lächelt mich an, währen ich mich zu ihr lege. Sie kuschelt sich an mich…ich lege etwas verwirrt und zaghaft einen Arm um sie und die Decke über uns. Lächelnd schmiegt sie sich an mich und schläft nach kurzer Zeit ein. Ich beobachte sie noch einen Moment, ehe auch ich wieder in die Welt der Träume eintauche…glücklich lächelnd.

NAVI

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